Presseschau zum Thema „Fehlende Grundschullehrer“

Home / Presseschau zum Thema „Fehlende Grundschullehrer“ - 18. Februar 2017 , by chaot

Presseschau – ohne Anspruch auf Vollständigkeit- der letzten Tage zu fehlenden Grundschullehrern und am Ende der Lösungsvorschlag des Ministeriums:                    

 
Hessenschau mit Bericht im TV am 1.2.2017
http://hessenschau.de/politik/frankfurter-grundschullehrer-schlagen-alarm,brandbrief-grundschullehrer-hessen-100.html
 
http://hessenschau.de/politik/kultusminister-unterrichtsausfaelle-wird-es-in-hessen-nicht-geben,grundschulen-lehrer-lorz-100.html
 
Rundschau:
http://www.fr-online.de/schulen-in-frankfurt/lehrermangel-in-frankfurt-grundschulen-schlagen-alarm,11410422,35112706.html
 
FNP: 
http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Lehrer-Mangel-in-Frankfurt-Warum-Hessen-trotzdem-keine-Anreize-schaffen-will;art675,2449015
 
FRANKFURTER NEUE PRESSE
DIENSTAG, 31.01.2017
Stadtelternbeirat schreibt Brandbrief ans Ministerium
Frankfurt. Wegen des Lehrermangels an Hessens und damit auch Frankfurts Grund- und Förderschulen will Kultusminister Alexander Lorz (CDU) Pensionäre reaktivieren (wir berichteten). Lehrern kurz vor der Rente soll zudem ein längerer Dienst an den Schulen schmackhaft gemacht werden. Insgesamt über 2100 Pädagogen wurden nach Angaben des Kultusministeriums angeschrieben, davon rund 1600 Ruheständler. Bei den Lehrern kurz vor der Rente handele es sich um Pädagogen, die im Laufe der kommenden zwei Jahre regulär ausscheiden würden. Dazu hat sich jetzt der Frankfurter Stadtelternbeirat gemeldet.
„Mit großer Verwunderung“, so Alix Puhl, Vorsitzende des Stadtelternbeirates, „haben wir Eltern den Brief des Kultusministers Professor Lorz an ältere Lehrer und Pensionäre zur Kenntnis genommen, in dem Lehrer aufgefordert werden, ihre Lehrzeit zu verlängern oder aus dem Ruhestand zurückzukehren.“ Zusätzlich unterrichten aktuell Seiteneinsteiger, Studenten und andere nicht pädagogisch ausgebildete Kräfte Kinder, um die Lücke in der Versorgung mit Grund- und Förderschullehrern zu schließen. Gleichzeitig müssten erprobte und überaus engagierte Kräfte mit TVH-Verträgen nach spätestens fünf Jahren die Schulen wieder verlassen, so geschehen gerade unter anderem in der Römerstadtschule, der Heinrich-Kromer-Schule und der Textorschule. „Dies ist für uns Eltern nicht mehr nachvollziehbar und tragbar“, so Puhl. Der Stadtelternbeirat fordere daher den Kultusminister dringend auf, vordringlich eine verlässliche dauerhafte Lösung gerade für diejenigen Personen zu finden, die sich bereits jetzt als TVH-Kräfte an Schulen überdurchschnittlich engagieren, unabhängig von ihrer Ausbildung. Red
 
FAZ:
http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/hessen-will-personalmangel-an-grundschulen-beheben-14828207.html
http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/lehrermangel-in-hessen-spd-wirft-land-versaeumnisse-vor-14816350.html
sowie Anhänge
 
Sonstige:
http://www.huffingtonpost.de/benedikt-gehrling/ganztagsschule-inklusion-fluechtlinge-grundschule-lehrer_b_14575942.html?utm_hp_ref=politik
 
http://www.news4teachers.de/2017/02/frankfurts-grundschulleitungen-schreiben-brandbrief-fluechtlingskinder-inklusion-erziehungsprobleme-aber-kein-personal-es-geht-nicht/

Reaktion des Kultusministers als Anhang (HKM Rundbrief Lehrerbedarf)
 
Und vollständiger Lösungsvorschlag, wie er in Frankfurt den Grundschulleitern am Donnerstag vorgestellt wurde:
FRANKFURTER NEUE PRESSE
MONTAG, 06.02.2017
 
Gymnasiallehrer für Grundschulen
Weil Pädagogen für die Kleinsten fehlen, sollen Kollegen von den weiterführende Schulen einspringen.

Eine Prognose geht davon aus, dass in Frankfurt im nächsten Schuljahr 90 Grundschullehrer fehlen werden. Abhilfe sollen frisch ausgebildete Lehrer für Gymnasien, Real- und Hauptschulen schaffen.
Frankfurt. Wolfgang Kreher, Leiter des Staatlichen Schulamts Frankfurt, spricht von einer „positiven Maßnahme“: Ab dem Schuljahr 2017/18 sollen insgesamt 50 bis 60 Gymnasial-, Real- und Hauptschullehrer an den fast 100 Grundschulen der Stadt unterrichten. So soll der drohende Lehrermangel in den Jahrgangsstufen 1 bis 4 kompensiert werden. Derzeit sieht Kreher den Regelunterricht in den Frankfurter Grundschulen zwar noch weitgehend abgedeckt. Das könnte sich seiner Einschätzung nach aber im nächsten Schuljahr ändern, falls keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Dann könnten in Frankfurt einer internen Prognose zufolge 90 Grundschullehrer fehlen. Wie berichtet, ist die Personaldecke für zusätzliche Unterrichtsangebote an den Grundschulen der Stadt schon jetzt zu dünn.
 
Lehrer erhalten Fortbildung
Parallel zu ihrer Arbeit mit den Abc-Schützen sollen sich die Lehrer der weiterführenden Schulen für das Lehramt an Grund- und Förderschulen weiterbilden. Das Fortbildungsprogramm, welches das Hessische Kultusministerium angestoßen hat, soll berufsbegleitend laufen, die Dauer steht noch nicht endgültig fest.
Nach Angaben von Philipp Bender, Sprecher des Kultusministeriums, richtet sich das Fortbildungsangebot vor allem an examinierte Lehrer, die keine Stelle an einem Gymnasium, einer Real- oder Hauptschule erhalten haben, also auf der Warteliste gelandet sind. Die Möglichkeit, später wieder an ihre ursprünglich anvisierte Schulform zu wechseln, soll für sie bestehen.
Hessenweit sieht das Kultusministerium eine Lücke von etwa 200 bis 300 Grundschullehrern voraus. Das Weiterbildungsprogramm für Lehrer der Sekundarstufe II, eine mittelfristige Maßnahme, ist der zweite von drei Bausteinen, mit denen diesem Mangel entgegengewirkt werden soll.
 
Pensionäre zurückgeholt
Der erste, kurzfristig wirkende Baustein war die „Reaktivierung von Pensionären“: In der dritten Januarwoche hat das Kultusministerium nach eigenen Angaben rund 1600 ehemalige Lehrer und 580 Lehrer, die kurz vor dem Ruhestand stehen, angeschrieben und gefragt, ob sie für begrenzte Zeit wieder oder weiter unterrichten wollen. 150 positive Rückmeldungen habe es schon gegeben, heißt es aus der Landesbehörde. Der dritte Baustein soll die Ausweitung von Ausbildungskapazitäten für das Grundschullehramt an Hochschulen sein.
Das Weiterbildungsprogramm, Baustein Nummer 2, war am Donnerstag auch Thema in der Dienstversammlung der Frankfurter Schulleiter. Nach Angaben des Kultusministeriums soll das Projekt mit landesweit 140 Lehrern starten. Ob sich so viele Interessierte für die Weiterbildung finden, bleibt allerdings abzuwarten. chc